| „Ein Mann kann mich auf eine Art ansehen, durch die ich mich richtig sexy fühle.” (Klischee)
Entweder das, oder diese „Art, wie ein Mann eine Frau ansehen kann” gibt ihr das Gefühl, zum Objekt zu werden. Als ich The Gaze schrieb, ging es mir um diesen Fall. Deshalb konfrontierte ich meine Hauptfigur Elias mit einer Situation, in der sein typisch männlicher Blick wiederholt von einer Frau in Frage gestellt wird, die eine un-nachgiebige feministische Haltung einnimmt.
Der Film selbst vollzieht den männlichen Blick mit einer Reihe von subjektiven Einstellungen, die Liliths Körper vorführen noch bevor sie als Figur erstmals in Erscheinung tritt. Alles was folgt – Elias’ Konfrontationen mit Lilith, sein phantas-matischer Tagtraum, das trostlose Ende des Films –, sollte das komplizierte Verhältnis zwischen den Geschlechtern heutzutage illustrieren. Indem dieser Blick in patriarchalen Gesellschaften von jeher ein männliches Vorrecht darstellt, sind keine raschen Fort-schritte zu erwarten. Das sollte The Gaze mit einem theatralisch abstrakten Blick auf die Rituale des Geschlechterkampfes widerspiegeln.
«Zurück
|